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Vor AbfahrtStuttgart, 12.05.2005 - Nachlese zur VorbereitungszeitBesonders die letzten Wochen waren einigermaßen nervenaufreibend, kann man nicht anders sagen. Jede einzelne Panne und Verzögerung zog einen ganzen Rattenschwanz anderer Verzögerungen nach sich. Wesentlich beteiligt an den Verzögerungen waren die ganzen Pannen, die rund um das Motorrad passierten. Was genau? - Egal. Das war VOR der Reise. Alles was jetzt passiert, ist TEIL der Reise. Ich werde nie mehr schlechte Laune und Wutanfällle haben. Hehe. :) - ok, ich werde sie haben. Aber sie sind dann eben auch Teil der Reise... Freiburg, 26.04.2005 - VerzögerungenDanke für die vielen Nachfragen, aber ich bin noch nicht weg. Ich würde es mir natürlich nicht nehmen lassen, die Abfahrt auch hier rauszuposaunen (und natürlich Nachricht vorher per Email zu verbreiten), stecke aber gerade noch mitten in den vielen letzten Details, die zu erledigen sind. Glücklicher Weise nur noch Details, nix substanzielles mehr. Prognosen zum letztendlich gültigen definitiven Abfahrtstermin mache ich keine mehr :) - Aber es geht nur noch um Tage, nicht Wochen. Freiburg, 20.04.2005 - Eilmeldung: Habeo Visa!Heute morgen ist mein Paß mit den ukrainischen und russischen Visa angekommen. Per Botin. Sehr beeindruckend. (Beritten war sie leider nicht.) Bleibt festzuhalten, dass meine Visa sogar zu früh ankamen. Telefonisch angekündigt war, dass sie erst morgen überhaupt vom Konsulat abgeholt werden. Vielen Dank an Isa und Mia für die Übersetzungshilfen bei der Formulierung der Überschrift! - Immerhin haben meine Versionen der Überschrift aber für gute Laune gesorgt heute abend. Bzgl. Abfahrt: Mein Zeitplan eilt mir nach wie vor voraus. Ich sehe nächsten Mittwoch als Abfahrttermin schon wackeln. Will aber nicht unken und tue mein Bestes. Freiburg, 18.04.2005 - StartpartyMein Vater findet, was am Samstag abend bei uns in der Wohnung stattfand, solle man nicht Abschieds-, sondern Startparty nennen. Er hat Recht. Ich bedaure den Tippfehler in meiner Einladung :) Ausserdem haben wir im wesentlichen ihm zu verdanken, dass wir einige Fotos der Starterparty haben. Sehr interessante Fotos. Ich bin ein diskreter Mensch und werde die Fotos nicht online stellen... Wer interessiert ist: Bitte kurze Mail an mich! Vor der nächsten Ergänzung der Seite werde ich mich jetzt erst mal weiter in die Untiefen von Umzugskartons und letzte Ergänzungen der Resi vertiefen. Freiburg, 06.04.2005 - Se loppt al woarLange war die Resi krank, jetzt läuft se wieder, gottseidank :) - Freitag abend war es so weit. Allerdings hatte ich meinen Helm am Freitag noch nicht parat, so dass ich sie erst am Samstag zur ersten Tour abholte. Die Verzögerung brachte mir eine beeindruckende Begegnung: Während wir noch um das Mopped standen und uns unterhielten, rollte ein Gespann auf den Hof vor der Werkstatt und dem Beiwagen entstieg ein älterer Herr, der nach meiner Vermutung schon mehr als siebzig Lebensjahre gesammelt haben dürfte. Der hörte sich meine Planungen and und meinte, "bis kurz vor Moskau" sei er auch schon einmal gefahren. Es stellt sich schnell heraus, dass meine Assoziationen zu diesen Worten auf dem Zeitstrahl in die Vergangenheit etwas zu weit galoppiert waren: Er war tatsächlich 1968 mit dem Motorrad in die damalige UdSSR gefahren. Ne Wahnsinnstour. Im Vergleich zu den heute eher routinemässig stattfindenden Motorradfernreisen, bei denen das größte Problem ist, das notwendige Geld zusammen zu bekommen und sich für eine so lange Zeit von den heimatlichen Bindungen zu lösen, waren die Herausforderungen damals schon wesentlich höher. Seit Montag sind dann auch die Alukoffer montiert und das Gepäcksystem wird gerade intensiv von mir belastet und getestet. Fast im Stadtzentrum wohnend habe ich leider keinen Sand oder Ziegelsteine aus dem Garten, dafür fahre ich als belesener (oder wenigstens Bücher besitzender) Mensch jetzt zum Test des Gepäcksystems gerade zwei Regalmeter Bücher gassi... Testergebnis nummer eins: Mit gefüllten Alukoffern ist die Maschine von mir nicht mehr auf die übliche Weise auf den Hauptständer zu bringen. Kumpel Roger zeigte mir zwar einen Trick, die Mühle mit Hilfe eines anderen Griffes dennoch aufzubocken. Das erfordert jedoch neben tiefem Bücken einiges an Übung. Geht was schief, hat man nicht genügend Zeit, sich aufzurichten und die Maschine in der Senkrechten zu halten. Zweimal ging es bisher schief. Noch sind die Koffer wasserdicht. Hoffen wir mal, dass sie vor der Abreise nur zerschlagen aussehen werden. Ansonsten gehen die Vorbereitungen recht planmässig weiter: Die Basteleien am Mopped sind noch nicht beendet, aber fahrfähig wird die Resi ab jetzt hoffentlich bleiben. Habe seit einigen Wochen meinen wöchentlichen Impftermin, weiterhin viel Orgaarbeit und sehr konkrete Vorstellungen vom Abreisetermin: In den Tagen nach dem 24. April. Kleines Highlight zum Schluss, damit die anderen südbadischen Reisenden auch mal neidisch auf mich sind: Das Reisebüro hat sich sogar auf eigene Initiative (!) gemeldet und angekündigt, dass die Visa wohl rechtzeitig kommen werden. Das gibt Hoffnung, nachdem sowohl Alex und Carsten als auch Rosa und Tommy, die beim gleichen Reisebüro Kunden sind, erst einmal ohne Pässe losfahren mussten und sie sich nachsenden lassen. Freiburg, 21.03.2005 - Die Stiefel: Drama in zwei Lieferungen.Ok. Machen wir die Blamage öffentlich: Ich habe neue Motorradstiefel für mich gesucht. Den typischen Reisekompromiss: Sehr guten Schutz, gleichzeitig Eignung für etwas längere Fußmärsche wie Stadtrundgang etc. Die typischen Endurostiefel haben hässliche weil schreiendbunte Plastikprotektoren aussen, die es zusammen mit Schnallen am Schaft unmöglich machen, eine Hose drüber zu ziehen. Wasser läuft zwangsläufig in den Stiefel. Alternativen haben idR Goretex verarbeitet. Ich weiss nicht, wieso das gemacht wird. Auch mit Superspezialkunstfasersocken kriege ich normalerweise heisse Füße in solchen Schuhen und auf Dauer führt das zu selbst für mich deutlich wahrnehmbar müffelnden Stiefeln - für ne längere Reise nicht zumutbar. Halte ich auch für Schwachsinn - in 80% der Zeit auf dem Mopped regnet es nicht oder nicht so, dass wirklich dauerhaft wasserdichte Stiefel benötigt werden. Und wenn Gore-Stiefel mal undicht werden, kommt zwar genügend Wasser für feuchte Füsse hinein, aber nur sehr schwer wieder raus, wie ich selbst bei meinen alten Stiefeln erfahren habe. Auf dem deutschen Markt wurde ich also nicht fündig (bitte keine Links zu passenden Stiefeln senden). Das mir sympathischte Modell, der Daytona Trans Open, hatte neben Gore einen Preis, der mich etwas abschreckte. Aber Story hatte auf unserem Treffen in Grenoble Stiefel an, die mich spontan begeisterten: Dickes Leder das bei entsprechender Behandlung nicht so schnell undicht wird, an den Waden schlank genug um sogar unter Jeans zu passen und gleichzeitig recht viel Schutz. Auf der Sollseite standen Wadenverschlüsse aus Klett (die aber auf der Reise, da unter der Hose, nicht so schnell verschmutzen sollten) und ein relativ schwacher Knöchelschutz (kein Plastikprotektor), der aber für mich unter "akzeptabler Kompromiss" fiel. Dass der Stiefel von Sidi exklusiv für einen amerikanischen Versandhandel gebaut wurde und deswegen nur von den USA aus vertrieben wird, war mir gar nicht so unrecht, denn - man denkt ja mit - der Dollarkurs würde mir sogar dazu verhelfen, meinen Wunschstiefel BILLIG zu bekommen, billiger als alle europäischen Konkurrenten jedenfalls. Und dass das erste bestellte Paar Stiefel zu klein war, ist eher unter Pech zu verbuchen (wenn man nicht auf dem Standpunkt steht, dass man Stiefel generell nicht ohne Anprobe kauft): Ich hatte mich erkundigt und erfahren, dass Sidistiefel tendenziell eine halbe Nummer zu klein sind und entsprechend eine halbe Nummer grösser gekauft. Schon beim Versandkosten produzierenden zweiten Versuch kaufte ich dann schlauer Weise zwei Paar der nächsten Grössen. Auch nicht vergessen hatte ich, dass Versandkosten Einfuhrumsatzsteuer und Zoll anfallen. Unterschätzt hatte ich allerdings die Höhe der Kosten. Deutlich unterschätzt. Es lohnt sich kaum, die anderen beiden Paar zurückzusenden... - Ich werde kaum jemals die Chance haben, ähnlich teure Motorradstiefel zu kaufen, glaube ich. Am meisten schmerzt meine Dummheit. Was sonst noch so nervt gerade: Eine Resi die nicht fertig werden will; schönstes Frühjahrstourwetter; ein wochenendraubender, für meine Zwecke komplett überflüssiger Erste-Hilfe-Kurs (Liebe Kinder, ein Erste-Hilfe-Kurs ist natürlich NIE völlig überflüssig!), dass alle anderen Weltreisenden aus der Gegend entweder fix und fertig vorbereitet und bald oder sogar schon längst unterwegs sind und nicht zuletzt Krankenkassen, die einen übermässig schröpfen wollen. Ganz erfreulich dagegen: Ein neues Gimmick für die Webseite kommt bald, erblühende junge Liebe in meiner unmittelbaren Umgebung ('s isch halt Frühling) und im Supermarkt gibt es derzeit leckere Marzipaneier. Freiburg, 27.02.2005 - Ende der PauseWenn man es beschreit: Es ging kaum noch weiter in den letzten Wochen. Zumindest die Resi steht seit zwei Wochen auseinandergenommen in der Werkstatt. Hat halt nicht gepasst mit den Terminen. Für nächste Woche habe ich mir aber ganz fest vorgenommen weiterzumachen. Was wiederum nicht heisst, dass sich weltreisetechnisch gar nichts getan hätte. Auf der Habenseite steht vor allem ein tolles Bergfest (wg. Halbzeit zwischen Jahresbeginn und Abfahrt - naja, fast) in Berlin und eine andere positive Überraschung: Ich hatte Kontakt aufgenommen zu Patrice Ryder, dem europäischen Importeur von Tyrepliers Bead Breakers, einem in englischsprachigen Foren hochgelobten aber im deutschsprachigen Raum offenbar kaum bekannten Tool für den Reifenwechsel unterwegs. Gerade schlauchlose Reifen sind sehr steif an den Flanken und lassen sich kaum per Hand in die Felgen drücken. Dieses Gerät erleichtert die Sache wohl sehr. Mal schauen, im April will ich den letzten Reifenwechsel zwecks Übung per Hand machen, da werde ich es ausprobieren. Jedenfalls kam von Patrice am Ende auf Sponsoringbasis ein Paket nicht nur wie besprochen mit dem berühmten Tyreplier, sondern mit einer Fülle von nützlichen Dingen: Ein Erste-Hilfe-Set, jede Menge "Andystrapz" (Gepäckriemen), mehr Reifenflicksets als hoffentlich auf zwei Weltreisen notwendig sind und anderen nützlichen Kleinkram - Merci, Patrice! Fast noch auf der Habenseite steht die Einführung der Freiburger Stadtverwaltung in die Bürokratie. Auf dem Programm standen sanfte Adrenalinschocks ("So lax wie der Tüv das ausgefüllt hat, kann ich das nicht in den Brief eintragen. Da müssen Sie nochmal ein Gutachten machen lassen ."), ein Aufsatz (ein Zweitreisepass muss schriftlich - in meinem Fall handschriftlich - beantragt und der Antrag detailliert begründet werden) und ein Fitnessprogramm (die von mir vorgelegten Passfotos entsprachen nicht der Norm, worauf mehrere Fußmärsche quer durch die Stadt notwendig wurden). - Russische Bürokratie, ich komme! (ich tippe dies mit der linken während die rechte auf Holz klopft) Im Soll ist eigentlich nur mein Konto. Freiburg, 06.02.2005 – Mitten im BastelnEs hat sich ein Arbeitsrhythmus eingeschlichen in den letzten zwei Wochen. Frühstück, Fußmarsch zur Werkstatt, basteln. Die Hauptarbeit besteht im Auseinandernehmen der verschiedenen Aggregate, notieren der Verschleiss- und Ersatzteile die zu besorgen sind und Fahrten durch die Stadt um eben die zu beschaffen. Nebenbei vervollständige ich auch meine Reisewerkzeugsammlung und bin immer wieder erstaunt, wie viel Geld kleine Teile kosten können. Zu Resis Ehren muss gesagt werden, dass bislang alles in Ordnung ist. Lediglich ein Relais meinte nach Installation der zusätzlichen Bordsteckdose im Cockpit versagen zu müssen - was zu unerklärlichen elektrischen Phänomenen und einem dreiviertel Tag Mehrarbeit führte. Ich will lediglich alles tun, um nicht in der Pampa irgendwo wegen Versagen von Verschleissteilen liegen bleiben. Daher kommt alles raus, was im Verdacht steht, die nächsten 40.000 km nicht zu überleben. Und eine der letzten grösseren Ausgaben wurde in der letzten Woche getätigt: Eine neue Motorradjacke. Und Micha von Michas4u sorgte mit einem großzügigen Weltreiserabatt dafür, dass der Schlag mein Reisebudget nicht ganz so hart traf wie befürchtet. Nächste Woche geht die Bastelroutine weiter. Das schlimmste ist, dass die ganze Mühe, die in die Maschine gesteckt wird am Ende nicht sichtbar ist. Sie äussert sich im günstigsten Fall dadurch, dass nichts ungeplantes passiert. Am Äusseren ändert sich leider nicht viel mehr als schon längst zu sehen ist. Freiburg, 29.01.2005 – KontaktpflegeE-Mailwechsel mit anderen Reisenden, Möchtegernreisenden und sonstigen Kontakten nehmen zur Zeit große Teile meines Tages ein. Allein heute saß ich mehr als drei Stunden an ein paar E-Mails. Nicht dass ich so viel schriebe, aber der größere Teil des Mailwechsels findet auf Englisch statt. Und das dauert eben bei mir. Das beruhigende vorläufige Ergebnis ist, dass Rußland und die Ukraine abseits der grossen Städte nicht wesentlich unsicherer als Mitteleuropa sein sollten. In der Ukraine müssen korrupte Polizisten sehr lästig sein, man soll mehrmals pro Tag gestoppt werden. Aber die geforderten Beträge sind wohl eher einstellige als zweistellige Eurobeträge – und Verhandlungsbasis ... Trotzdem nicht angenehm, das Thema. Beim Schreiben der Liste der Änderungen an Resi ist mir aufgefallen, dass es doch ein richtiger GAU wäre, käme sie mir abhanden. Meine Einstellung war eigentlich von Anfang an, dass sie nach der Reise vermutlich entweder total verschlissen oder geklaut ist, ich mich mit anderen Worten dann um ein neues Mopped kümmern muß. Mittlerweile habe ich an ihr so viel rumgebastelt, so viele Details überlegt und wieder verworfen, dass sie mir ans Herz gewachsen ist, soweit ein Haufen Eisen, Gummi und Kunststoff einem ans Herz wachsen kann. Ich hätte ihr keinen Namen geben sollen ... – nach der Reise bekommt sie definitiv ein Gnadenbrot bei mir! Meine Reisepläne bezüglich der Zeit nach Rußland werden konkreter und änderten sich auch etwas: Nach Rußland kommt wohl Südkorea anstatt Alaska. Es gibt eine Fährverbindung von Vladivostok aus. Auch für den Fall, dass ich die Road of Bones nach Magadan nehmen sollte, bleibt es wohl dabei: Es gibt auch eine Fähre von Magadan nach Vladivostok. Nordamerika ist insgesamt sehr teuer und als Ziel auch etwas langweilig: Die Westküste der USA habe ich schliesslich schon mal bereist. Ausserdem verdoppeln sich wohl die monatlichen Prämien meiner Krankenversicherung für die ganze Reise, sollte ich die USA oder Kanada besuchen. Und schliesslich ist es unwahrscheinlich, dass ich von Anchorage aus viel mehr als eine laange und vor allem schnelle Reise Richtung Süden machen werde. Alaska/Kanada im Herbst dürfte eine schattige Angelegenheit sein. Damit steigen auch die Chancen auf ein Weihnachts- oder Neujahrsfest in Ushuaia :) Ansonsten bin ich nach wie vor fleissig am shoppen. Immerhin habe ich mittlerweile das Gefühl, dass die Liste der Dinge, die noch gekauft werden wollen, endlich ist. Trotzdem – ein paar grössere Brocken liegen noch in den Läden, große Wunden stehen meinem Reisebudget noch bevor. Freiburg, 24.01.2005 – AbwicklungWie dem Kalenderblatt schon zu entnehmen war, haben wir die Bastelarbeiten an Resi fortgesetzt, so dass sie jetzt schon sehr nach Weltreise aussieht. Bis auf die neue Verkleidung ist zwar alles nur vorläufig angebracht, aber für einen ersten Eindruck reicht es. Nach den Bastelarbeiten lag ich erstmal ein paar Tage flach, aber für die Beantragung der für das erste halbe Jahr notwendigen Visa hat es gereicht. Der Mietvertrag für meine Wohnung ist jetzt auch gekündigt Paß weg, Wohnung weg – die Abwicklung meiner Angelegenheiten hier ist definitiv eingeleitet. Freiburg, 16.01.2005 – ShoppingSeit über einer Woche steht die Resi in der Werkstatt und auch sonst tut sich nicht viel. So mindestens mein subjektiver Eindruck. Beim Schreiben dieser Zeilen fällt mir allerdings auf, dass es soo wenig nun auch nicht war – immerhin hat jede einzelne hierunter aufgezählte Aktion seine Zeit gekostet: Auch nach mehrmaligem Besuch von Fotoläden liegt noch immer keine Kamera hier zu Hause. Gegen den Kauf einer Kamera spricht mein Widerwillen gegen das Geldausgeben für Elektrokram. Dafür hab ich ein neues Zelt, Stiefel und sonstigen Kleinkram gekauft, von Bogdan jetzt die letzten Details gelernt, die ich zum eigenständigen Verwalten dieser Seite brauche (man beachte die Polaroids!), mich um Rußlandkarten gekümmert, Kontakt zu diversen Reisenden und anderen Menschen gehalten bzw. aufgenommen und mir die notwendigen Formuare für die Visa beschafft. Ich werde wohl doch auf ein 6-Monats-Geschäftsvisum (das mich wohl gut 400 Euro kosten wird) durch Rußland reisen. Ein vierteljähriges Besuchsvisum kann zeitlich etwas knapp werden, wenn doch mal etwas zeitraubendes dazwischen kommt. Meine Bedenken, ob ich als verdreckter Motorradfahrer an der Grenze als „Geschäftsreisender“ akzeptiert werde, wurden gestern auf der Abschiedsparty von Alex und Carsten von diesen (schönen Gruß und gute Reise nochmal von hier aus!) und Rosa und Tommy zerstreut: Offenbar ist das ein von Motorradreisenden oft genutztes Visum. Na denn... Weitere Geldausgaben werden sich in naher Zukunft nicht vermeiden lassen: Moppedjacke, Endurostiefel und noch diverses Motorradzubehör (nicht zuletzt Verschleiss- und Ersatzteile) stehen noch auf meiner Liste. Freiburg, 07.01.2005 – KonkretesLangsam spüre ich den Zeitdruck, es ist noch so viel zu erledigen bis Ende April. Die Folgen der Augen-OP haben sich für mich unerwartet über Weihnachten hinaus gezogen. so dass die ganzen Dinge, die im Dezember erledigt werde sollten, sich jetzt noch vor mir stapeln. Dazu gehören nicht zuletzt die „Rest“ arbeiten an dieser Seite. Vielleicht lohnt sich jetzt schon ein kleiner Countdown meiner letzten (*haha*) Vorbereitungen: Auf eine Empfehlung habe ich mir Anfang letzter Woche die DVD der Reise von Ewan McGregor und Charley Boorman und ihres Kameramannes Claudio von Planta (und weiterer Angestellter in zwei Autos) gekauft – reine Reisevorbereitung natürlich. Deren Reise ging ja in dieselbe Richtung (auch wenn ich in Rußland bleiben will). Dabei sind mir lauter "Nichts" aufgefallen: Leider konnte ich mir NICHT gleich am Anfang ein aus fünf Blondinen bestehendes Projektteam einkaufen, ich würde NICHT mit so viel Gepäck und Begleitung losfahren wollen und den schweren Unfall hatten NICHT die Motorräder, sondern ein Begleitfahrzeug. Gelernt habe ich ausserdem, dass ich NICHT allein in die Westmongolei will und ebenfalls NICHT allein auf die Road of Bones. Ansonsten sind die Jungs wohl einfach zu früh gefahren, so viel Wasser wie die hatten. Vorgestern ging die Resi dann zum finalen Umbau in die Werkstatt. 4 Stunden, um die zusammengekauften Teile und das Mopped in die Werkstatt zu fahren, das Ding halb auseinanderzubauen, den Tesch-Träger vorläufig zu installieren und sich darüber zu ärgern, dass das Ding schlampig zusammengeschweisst wurde. Ausserdem hat sich herausgestellt dass das Heulen, das ich im dritten/vierten Gang höre, keine Einbildung ist (ist das jetzt eine gute Nachricht?). Ursache unklar: Für das Getriebe spricht, dass das Heulen am stärksten im dritten und vierten Gang auftritt, für den Hinterachsantrieb, dass das Getriebe schon zwei mal auseinandergerissen und überholt wurde in den letzten eineinhalb Jahren (20.000km). Ich bin unglaublich motiviert für eine weitere Getriebeaktion... Freiburg, 10.10.2004Zwischenstand: Langsam füllen sich die Seiten. Die Generalprobe in Form einer Portugaltour liegt hinter mir, der Bericht dazu kommt auch irgendwann ... Freiburg, 06.09.2004Seit gestern abend, kurz nach zehn ist sie jetzt online, meine Seite. Feiern konnte ich nicht angemessen (sie funktionierte nicht, wie sie sollte ...), aber jetzt tut sie. Freiburg, 21.08.2004Momentan habt Ihr noch Gelegenheit, Zeuge meines Ringens gegen die Umstände und um die Realisierung meiner Weltreise werden. Der erste geplante Starttermin kam schon mal mit dem zweiten April 2004 und verging auch wieder ... Ob das noch was wird mit meiner Weltreise? Ich plane jedenfalls weiter – jetzt wieder auf den April 2005 – und gehe meinen Freunden durch häufige Änderungen der Details meiner Pläne und ausführlichster Schilderung der Optionen auf die Nerven. |
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